Schon länger habe ich mir vorgenommen, hier etwas über Kims Start im Regel-Kindergarten zu berichten. Ich werde immer wieder angefragt, wie’s denn so geht! Aber irgendwie läuft mir ständig die Zeit davon. Hier nun mal ein erster Versuch.
Also, Kim hat vor 5 Wochen hier bei uns im Dorf den Kindergarten gestartet. Das tolle ist, dass wir eine Doppelintegration haben. Das heisst, es wird auch noch ein anderer Junge (ohne DS) von der IS-Betreuerin begleitet. Dadurch ist diese Heilpädagogin 12 statt nur 6 Stunden im Kindergarten, also die Hälfte der Zeit. Total sind 16 Kinder in der Klasse.
Kim hat sich von Beginn weg gut in die Klasse integriert. Innerhalb von zwei Wochen kannte sie bereits die Namen aller Kinder, das, obwohl sie nur zwei Kinder schon vorher kannte. Sie geht richtig gerne hin. Sie geht mit einer Selbstverständlichkeit hin, als hätte sie nie etwas anderes getan. Ich bin auch erstaunt, wie gut sie das grosse Pensum von 6 Halbtagen meistert.


Die Umstellung, morgens immer um 7:00 Uhr aufzustehen, war zu Beginn etwas schwierig. Kim braucht zum richtig wach werden sicher 10 Minuten. Inzwischen haben wir aber unseren Rhythmus gefunden. Ich muss sie aber jeden Morgen etwas drängen, sich anzuziehen und auch beim Frühstück braucht es meist mehrere Aufforderungen, sich zu beeilen. In den Kindergarten gehen wir dann zusammen zu Fuss. Wir haben etwa 10 Minuten zu gehen, leider über zwei Hauptstrassen. Ich denke, dass ich Kim noch lange auf dem Weg werde begleiten müssen. Sie hat bis jetzt auch überhaupt kein Interesse, den Weg alleine zu gehen. Für sie ist ganz klar, dass die Mamma mitläuft. Da wir etwas erhöht wohnen, komme ich so gleich zu meinem täglichen Fitness-Training.

Den ersten Elternabend hatten wir auch schon. Die Kindergarten-Lehrerin und die Heilpädagogin sind ganz begeistert von Kim. Sie macht Überall gerne und mit grosser Aufmerksamkeit und Ausdauer mit. Auch Gespräche mit verschiedenen anderen Eltern sind bis jetzt durchwegs Positiv. Ich habe das Gefühl, die Akzeptanz ist tatsächlich sehr gross. Ich hoffe sehr, dass das in Zukunft so bleibt.