hoi mitnenand
gute Nachrichten von unserem Roman.
im zweiten Anlauf haben wir nun seine Herzkatheteroperation am 30.6.05 zum Verschluss des ASD II ohne Komplikationen planmässig überstanden. Wir waren 4 Tage im Spital.Der Eingriff dauerte etwa 21/2 Std. Wir waren froh, als das Telefon aus dem Operationssaal kam, wir können zu ihm in den Aufwachraum gehen.Da wurden wir noch 2 Std. intensiv überwacht, danach gings mit 12 Stunden EKG, Sauerstoffsättigungsüberwachung, Infusion und Druckverband in der Leiste wieder ins Krankenzimmer.Wir konnten dort dauernd bei ihm sein. War auch sehr nötig, da er 24 Std.liegen musste , was ziemlich stressig war, da ihm das anfänglich nicht passte und er sich immer aufsetzen wollte.Erich und ich haben uns im Stundentakt am Bett abgelöst.
Nur 3 unvorhersehbare Vorfälle gab es:
Die erste Nacht brauchte er noch Sauerstoff zum Schlafen, danach gings ohne.
Weiterer Zwischenfall: der kleine wilde Kerl hat sich die Infusion aus der Hand gerissen, so dass sie neu gesteckt werden musste, am Fuss hat er sie dann besser akzeptiert.
Und als er dann am übernächsten Tag das Bett wieder verlassen konnte, ist er, als er nicht grad im Gitterbett eingesperrt war , aus dem Zimmer ausgerissen, als ich grad am Telefon war völlig absorbiert wegen schlechter Nachrichten...Eine Schwester war auch noch im Zimmer, aber mit einem anderem Kind am Spielen.Plötzlich realisierte ich , dass er weg war, lief rufend in den Gang hinaus , hörte nichts von ihm. Da kam mir der Lift in den Sinn(der in diesem Gebäudeteil zum Glück nur 3 Stockwerke hat, in den anderen etwa

, positionierte die Schwester unten bei den Liften, rannte zu Fuss die Treppen hoch in den oberen Gang und sah den kleinen Ausreisser mit einem Puppenwagen davonrennen. Die halbe übersichtliche Strecke hatte er schon hinter sich, danach wäre eine 3 fache Verzweigung gekommen...Das Kinderspital in Zürich ist äusserst verwinkelt gebaut, da hat anfänglich ein Erwachsener Mühe sich zu orientieren.
Hoffe nur ein vernünftiger Mensch wäre auf die Idee gekommen, ein kleiner Knirps sollte nicht alleinendurch das Spital rennen. An diesem Samstagmorgen waren relativ wenig Leute auf den Gängen und im Spital sichtbar. Roman hatte sich fürchterlich gewehrt, als ich ihn unter den Arm packte und zurück ins Zimmer beförderte.Danach habe ich ihn keine Sekunde mehr aus den Augen gelassen...
Nun sind wir wieder zu Hause . Er ist munter wie eh und je, plaudert und hat Appetit. Ein kleiner Schnitt in der Leiste, einige blaue Flecken rund um die vielen Nadeleinstichstellen und feste Hautdruckstellen vom Druckverband zeugen noch vom Eingriff .
Des weiteren tägliche Aspiringabe zur Blutverdünnung über ein halbes jahr, 1 jährige Endokarditisprophilaxe und viele kardiologische Kontrolltermine erinnern uns noch einige Zeit an den Eingriff.
Wir sind so froh, es hinter uns zu haben, der psychologische Stress zuvor war enorm, ob wir es diesmal schaffen, den Termin wahrzunehmen oder ob wir wieder schieben müssen..
Manuel bedauerte es, dass Roman so kurz im Spital war, er war bestens aufgehoben bei unserer guten Seele vom Entlastungsdienst und hat es genossen unsere liebe Helferin mal ganz alleine für sich zu haben.
Viele Grüsse aus dem Apenzellerland z